OUTFIT: Denim & Sneaker

POSTED BY: Leonie • 9 Kommentare

Ich weiß gar nicht, wie ich jemals ohne dieses Denimshirt ausgekommen bin. Wirklich. Das ist so ein Teil, das schmeißt man die die Wäsche und kann es gar nicht abwarten, bis es endlich wieder trocken ist, dass man es wieder anziehen kann. Auf Snapchat (@loewenherzchen) hatte ich euch gezeigt, wie ich es im Laden entdeckt hatte - und kurz darauf kam es dann zu mir ins Haus geflattert.

Zur Zeit habe ich echt einen Lauf, was Dinge finden angeht, die ich suche. Normalerweise findet man ja immer genau dann nichts, wenn man nach etwas Bestimmtem sucht. Letztens dachte ich mir aber, dass ich ja Denimhemden schon ganz geil finde, dass es aber ja die Krönung wäre, so ein Shirt ohne Kragen und Knöpfe zu finden - und tada, halte ich es in der Hand. Wenn mir das jetzt noch mit dem nächsten Lottojackpot so geht, bin ich glücklich.

Das Outfit heute hat übrigens auch meine weißen Nike mit drin. Wer mich kennt weiß, dass weiße Schuhe keine gute Idee bei mir sind. Dauernd bleibe ich irgendwo hängen und jetzt gerade stehen die Schuhe mit Kaffee übergossen und schwarzen Striemen an der Seite im Flur in einem Eck und warten auf meine Entscheidung, ob ich sie mal in die Waschmaschine haue oder nicht. Habt ihr das Erfahrungen, im Sneaker waschen? Kann man das machen? Oder eher so semigut?

So. Im Outfit versteckt sich sonst übrigens auch noch meine Sternzeichenkette, die ich zur Zeit vergöttere. Ich habe so überhaupt keinen Plan von Sternzeichen, von Aszendenten und deren Bedeutung, ich weiß nur - ich bin Widder, die meisten typischen Charaktereigenschaften passen wie die Faust aufs Auge zu mir und ich finde Sternzeichenketten cool. Mehr brauchte es nicht, um mir die Kette zuzulegen. Gibt's übrigens auch für alle anderen Sternzeichen. Wie findet ihr das heute sportliche Outfit? 
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I don't know how my wardrobe could ever feel complete without this denim shirt. Really. It's one of those pieces that you put in the washing machine and you can't wait for it to dry so you can wear it again. Currently, I really have a run when it comes to find things that I'm looking for (usually, that does not happen. The things you're specifically looking for are usually the ones you can't find anywhere). As I already love me a simple button-down denim shirt I thought I should go look for a version without buttons, just plain denim. And a week later, I saw it at Mango. It's so comfortable and I really recommend you getting one! 

Today's outfit also feature my (now not-so-much-anymore) white Nike sneaker. I really should stop getting white shoes because they never stay that way. As I type this, the shoes are waiting in the hallway for my decision whether or not it's a good idea to put them washing machine as I just can't get the stains out (I accidentally spilled coffee all over them). Also, I'm wearing my zodiac sign necklace (I'm an Aries). I really have no clue about the meanings of zodiac signs, but somehow love all the symbols in the necklace. How do you like today's rather sporty outfit? 


Shirt - Mango // Jeans - Topshop // Sneaker - Nike // Tasche - Chloé // Kette - Mango

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CAKE BOSS

POSTED BY: Leonie • 8 Kommentare

Als ich meiner Mama vom Inhalt dieses Posts erzählte, dachte ich noch, dass ich einen Trumph im Ärmel habe und ihr was Neues berichte. Dabei wusste sie schon komplett Bescheid und konnte mir auch gleich von den aktuellsten Folgen berichten. Moment, worum geht es? Um eine Fernsehserie. Ich habe euch nämlich schon ganz schön lange nichts mehr von Fernsehserien berichtet (ich bin doch so ein Junkie) - das letzte mal hier.

Als mich dann der Fernsehsender TLC gefragt hat, ob ich eine Serie aus deren Programm vorstellen möchte, war ich ja erst nicht so überzeugt. Kennen meine Leser doch bestimmt schon alles! dachte ich, Außerdem guckst du ja selbst kaum Fernsehen! während ich durch das Programm schnüffelte. Aber dann bin ich an zwei Wörtern hängengeblieben und bin in einen kleinen nostalgischen Erinnerungstrip gefallen, der mich im Endeffekt dann doch überzeugt hat, euch heute von einer der Serien und dem neuen Kanal TLC zu berichten - aber von vorne.

Vor ziemlich genau 6 Jahren habe ich mich aufgemacht, ein Auslandssemester in den USA zu studieren. Meine Schwester wohnte damals in den Staaten und so habe ich mich für ein paar Monate bei ihr eingenistet. Wahrscheinlich liegt das in unseren Genen, aber sie ist genauso ein Serienjunkie wie ich und so wurde es ein kleines Ritual, dass wir uns abends zusammen auf die Couch schwangen und die am Tag aufgenommenen Serien schauten. Darunter sämtliche Backsendungen, die wir finden konnten - unter anderem eben Cake Boss.

Da kreiert ein Italiener unglaubliche Kuchenkreationen. Jetzt nicht unbedingt total außergewöhnlich in den Zutaten, sondern rein optisch werden da Kunstwerke geschaffen. Kein Projekt ist zu groß, keine Form zu komplex - Cake Boss schafft immer alles (auch, wenn das Gebilde zusammenfällt, so wie in der Folge, von der meine Mama mir erzählte)! Und gerade weil ich selbst so eine Niete bin in der Backkunst, fand ich die Serie immer sowas von genial und lege sie euch deswegen dringlichst ans Herz. Cake Boss kommt täglich um 20.15 Uhr auf TLC. Wer den Sender noch nicht empfängt, einfach mal einen neuen Suchlauf machen, dann ist er mit dabei, er ist nämlich frei für alle. Kennt ihr Cake Boss oder sind solche Backsendungen nichts für euch?
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If you're from the US, today's post is not going to be exciting for you, because I'm pretty sure the series I introduce today is well known over there. At least, I used to watch this show when I lived in the US for a couple of months back in 2009. When TV channel TLC asked me if I wanted to introduce a show out of their program to you, I wasn't convinced. But then I saw the two magical words and changed my mind immediately: Cake Boss. I used to watch that show with my sister all the time and have really missed it over here. Now, there's Cake Boss on Germany free TV! Yay! 



*In Zusammenarbeit mit GLAM

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INTERIOR: Living Room Plans

POSTED BY: Leonie • 10 Kommentare

Die hartgesottenen Löwenherzen unter euch erinnern sich ja sicherlich noch an das Drama mit dem Teppich. Wir erinnern uns zurück an den Tag, an dem ich dachte, es wäre eine gute Idee, sich mit einer Flasche knallpinkem Nagellack auf meine cremefarbene Couch zu setzen und sich die Nägel zu lackieren. Bis dahin war auch noch alles in Ordnung, aber als ich dann den Nagellack wegräumen wollte, passierte das Unglück. Der Nagellack rutschte mir aus der Hand, zerschlug auf dem Metallrahmen meines Couchtisches und verteilte sich in einer schwungvollen Spiralbewegung auf meinen blau-weißen Chevron-Teppich.

Nach langer Trauerphase passierte erstmal gar nichts. Tausend Mal dachte ich drüber nach, dass ich den Teppich eigentlich mal zusammenrollen und zur Reinigung bringen sollte, aber dann vergaß die Reinigungsfrau auch immer ihren Teppichfachmann zu fragen, ob er was retten könnte und so kam ich irgendwann an den Zeitpunkt der Akzeptanz oder Ignoranz (oder kurz: ich war einfach zu faul, der Sache weiter nachzugehen).

Jetzt ist das fast ein dreiviertel Jahr her und der Teppich hat sich noch keinen Zentimeter bewegt und der pinke Fleck ist immer noch da. Inzwischen habe ich aber eine Entscheidung getroffen. An Chevron hatte ich mich sowieso irgendwie sattgesehen - und ihr kennt ja meinen Einrichtungstipp Nummer eins: Textilien und Deko wechseln und der Raum ist ein anderer. In meinem Fall wird das also ein neuer Teppich und ein paar neue Kissen. Und eventuell ein neuer Couchtisch, weil der Stil dann irgendwie nicht mehr passt. Alt wird also verkauft und neu ist bereits auf dem Weg.

Und weil ich mich selbst noch nicht so ganz entscheiden kann, wie der Rest so werden soll, möchte ich heute den Post nutzen, um meine Gedanken ein bisschen zu sortieren - und eure Meinung zu erfragen. Heute gibt es also ein paar Vorschläge für Couchtische und ich zeige euch, welche Kissen gerade so in meiner engeren Auswahl schwirren. Lasst mich wissen, welche Optionen euch am Besten gefallen! 
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Those of you that have read my blog for some time now might still remember the drama with my living room rug. About 9 months back, I thought it was a good idea to sit on my cream colored couch and paint my nails bright pink. So far, so good. But when it was time to put the nail polish away, I accidentally dropped it, the little glass burst on the metal frame of my coffee table and the nail polish spiraled its way over my rug and left a lot of stains all over it. I then made some attempts to clean it but that always made it worse and then I wanted to bring it to the cleaners but they first wanted to check if they could handle the stains and never got back to me and well... in the end, out of laziness, I never pursued the rug cleaning. 

And a couple of weeks ago, I made up my mind that I actually didn't want to have the rug anymore so I found another option that I loved. I feel like I need some new inspiration to get my living situation to move forward a little. I kind of stopped doing anything new around here even though I'm not remotely close to being done. So, a new rug it is. And as I don't know yet what new pillows and coffee table to get, I thought I'd use this blogpost to let you guys help me make up my mind. Which option(s) do you like best? 

Teppich - Furbish Studio // Couchtische - Home24
 Kissen blau - H&M Home // Kissen grau - Etsy // Kissen mit pinken Punkten - Furbish Studio // Kissen 'Get it Girl' - Etsy 


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OUTFIT: Sleeveless Trench

POSTED BY: Leonie • 9 Kommentare

Ich weiß nicht, ob ich es richtig beschreiben kann - aber es gibt so manche Teile da draußen in den Kleiderläden, die sehe ich und denke Ne, kannste nicht anziehen - das ist nur für so Fashion-Überflieger. Dabei weiß ich nicht mal selbst, was ich mit einem Fashionüberflieger meine. Vielleicht jemanden, der Trends immer perfekt in Szene setzt. Aber was ist in der Mode schon perfekt? Eigentlich nur das, was für uns persönlich tragbar ist und was wir cool finden.

So beschloss ich also, meine respektvolle Haltung gegenüber langen Jacken und Mänteln abzulegen und mich das ganze selbst zu trauen. Ich schlüpfte also vor den Augen meiner Freundin Dilan in einen ärmellosen Trenchcoat mit Wasserfallkragen und drehte mich dann mit fragendem Blick zu ihr. Gekauft! war ihr Kommentar und zwar mit so einer Überzeugung, dass man sich gar nicht mehr wehren konnte. Und ich musste mir eingestehen, dass ich ihn selbst ziemlich cool finde, den sleeveless Trench.

Das gute an dem Teil ist, dass man es sportlich und elegant stylen kann. Trenchcoats haben die Eigenschaft, Outfits schnell eleganter wirken zu lassen - aber schmeißt man sich in ein paar Sneaker, wirkt es plötzlich casual-sportlich. Das ist ziemlich geil, wenn man - wie ich - nicht unbedingt nur auf eine Stilrichtung steht, sondern gerne mal switcht.

Inzwischen bin ich so überzeugt von dem Teil, dass ich mir noch eins in khakigrün bestellt habe - allerdings wurde ich da nur in Australien fündig und hoffe jetzt, dass das Paket schnell hier ist. Solange zeige ich euch, wie ich den halben Trench das erste Mal ausgeführt habe. Das Outfit hatte ich nämlich in Dallas mal so an. Wie gefällt's euch?
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I can't really describe this phenomenon, but there are just some pieces in stores that I never buy because I keep thinking 'Can't wear that. That's only for über-fashionistas!' - while not even really knowing, what I mean by an über-fashionista. Maybe someone who always nails a trend perfectly? But then again, fashion is always perfect, if the person wearing it is feeling comfortable. So actually, me thinking that was nonsense. And that is why I went and tried on a sleeveless trench coat. My friend Dilan was with me and when I showed it to her on me, she only said 'Go buy it!' and that was that. Ever since, I've loved this trench! So much even, that I ordered another one in a different color. 

What I love about all kinds of trench coats is that you can wear them either in an elegant (because they just have that chic vibe going on) or sporty way. Add heels, you're elegant - add sneakers, you're casual-sporty. Love that! Today I'm showing a look that I wore at a party at #rStheCon. How do you like it? 

Trench - H&M (similar here) // Shirt - Mango // Rock - H&M (old, similar here) // Tasche - Clare Vivier // Sandalen - Mango (old, similar here

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HOW TO DEAL WITH CRITICISM

POSTED BY: Leonie • 16 Kommentare

Zur Zeit sehe ich es immer wieder und überall, insbesondere bei Bloggern. Es kommen Kommentare, die nicht bewundern, wie hübsch man aussieht - sondern die respektvoll (!) verschiedene Thematiken hinterfragen, die den Blogger betreffen. Die vielleicht eine Kooperation in Frage stellen oder Aussagen, die die Person getroffen hat. Und was dann immer wieder passiert - auf Blogger, sowie auf der dem Blogger positiv gestimmten Leserseite - ist: die Haterkeule wird ausgepackt. Du bist doch nur neidisch! oder Haters gonna hate! sind da sie Aussagen. Und ich trete einen Schritt zurück und denke: habt ihr noch alle Latten im Zaun?

Natürlich möchte ich mich nicht als das glänzende Beispiel an Kritikfähigkeit anpreisen. Es wäre gelogen zu behaupten, dass man gerne hört, wenn jemand etwas auszusetzen hat. Aber mal ganz ehrlich: ich bin in einem Alter, in dem ich in den meisten Fällen unterscheiden kann, ob mir jemand bösartig eine mitgeben will oder ob es jemand gut mit mir meint und einfach mal kritisch nachhakt, mit mir in einen Dialog geht und mich mit einer respektvollen Art und Weise einfach mal bittet, verschiedene Verhaltensweisen oder Aussagen zu hinterfragen.

Found on Pommellane.com

Natürlich hört man supergerne, dass man etwas toll gemacht hat, dass etwas wunderbar bei den Leuten ankommt und man für seine getane Arbeit gelobt wird. Aber daran wachse ich nicht. Ich wachse daran, wenn mich jemand dazu bringt, um die Ecke zu denken, neu zu denken, anders zu denken. Kritik hilft mir als Blogger (und in jedem anderen Beruf), die Sichtweise der Leute zu verstehen, die ich eben nicht sowieso mit meiner Art, meiner Arbeit und meinen Texten überzeugen kann. Daher ist es eigentlich - wenn man logisch denkt - der Trick, die ausgesprochene Kritik anzunehmen, sie ein paar Mal zu drehen und zu wenden und sie dann auch anzuwenden, wenn man sich eingestehen kann, dass vielleicht etwas Wahres dran ist. Mit dem Annehmen von Kritik schaffe ich es, meine bisherigen Leser zu behalten und vielleicht auch diejenigen zu gewinnen, die die Kritik ausgeübt haben. Wenn ich alle Kritiker als Hater abstemple, ruiniere ich eigentlich mein ganzes Verbesserungspotenzial.

Ich möchte euch eine Geschichte dazu erzählen. Das ganze Thema Kritik und Hater ist in meinen Augen zwar schon immer da, aber in letzter Zeit kocht es so richtig auf, habe ich das Gefühl. In Kontakt gekommen bin ich damit zum ersten Mal persönlich während und nach #rStheCon in Dallas. Ich hatte während der Konferenz ein Bild gepostet, mit einigen Produkten von L'Occitane, begleitet von der Bildunterschrift 'If you love France, you love Provence. If you love Provence, you love lavander. If you love lavander, you love L'Occitane.' - und hatte mir dabei nichts weiter gedacht, als dass ich die Provence, Lavendel und L'Occitane supergerne mag. Versehen mit dem Hashtag #rStheCon habe ich das Foto gepostet und es wurde von einer amerikanischen Dame aufgegriffen und auf dem Instagram-Account fashionbloggerfail (ist inzwischen gelöscht) gepostet. Dazu die Fragestellung, wer denn bitte der Idiot sei, der diese Aussage getroffen hat. Das wäre ja, als würde man behaupten, wenn man die USA mag, mag man automatisch auch South Carolina.

Im ersten Moment schluckte ich also kräftig. Da war mein Bild auf einem Account mit 1.000 Followern, mit der Bildunterschrift, was ich denn für ein Vollhonk bin. Mein erster Instinkt war: verteidigen, zurückbrettern. Zum Glück hat meine Mama mir etwas besseres beigebracht. Also habe ich erstmal mein Handy weggelegt, etwas komplett anderes gemacht und mir das Foto kurz darauf nochmal angeschaut. Und diesmal musste ich schmunzeln. War ja auch wirklich eine sehr anmaßende und verallgemeinerte Aussage von mir - hätte ich durchaus anders ausdrücken kann. Vielleicht ist ja jemand gegen Lavendel allergisch und findet das ganze deswegen blöd. Vielleicht hat jemand was gegen Franzosen und findet Frankreich grundsätzlich doof. Keine Ahnung - aber zu verallgemeinern, dass alle, die Frankreich mögen, auch die Provence mögen, ist einfach doof gewesen von mir. Natürlich habe ich da null drüber nachgedacht und einfach nur ein Sprachspiel draus machen wollen, aber egal, was die Hintergründe sind: Fakt ist, ich hätte das anders formulieren können und das Mädchen hatte Recht, mich belustigt zu zitieren. Natürlich kann man sich drüber streiten, ob die Person jetzt das Recht hat, mich als Idiot zu betiteln - aber Kritik ausüben darf man bei der Aussage allemal.

Kurze Zeit später entdeckte ich - aufgrund der ganzen Hater-Diskussion - ein amerikanisches Forum, welches sich unter anderem mit #rStheCon befasste. Jetzt ist es ja bekannt, dass man sich eigentlich gar nicht in Haterforen aufhalten soll und das ganze nicht lesen und nicht an sich ranlassen soll. Ich finde, das ist der ganz falsche Ansatz. Wie oben schon erwähnt, kann man aus Kritik unglaublich viel lernen, wenn man fähig ist, den Schritt zurück zu machen, die persönlichen Gefühle rauszunehmen und sachlich zu analysieren, was davon gerechtfertigt ist, wo vielleicht in Fünkchen Wahrheit dran ist oder was dann eben doch ein bisschen zu weit in persönliche Abneigung geht, woran man eben einfach nichts ändern kann.

Ich las mir also sämtliche Einträge zu #rStheCon durch und fand darunter auch die Collagen, die fashionbloggerfail auf Instagram gepostet hatte (die Dame war also gar nicht der Initiatior, sondern nur der Multiplikator). Collagen, wie wir Blogger unsere orange-pinken Cocktails über den Pool halten. Wir Blogger vor dem großen Auge. Wir Blogger beim Lunch. Wir Blogger bei der River Island Party. Man machte sich darüber lustig, wie einfältig die Fotos sind - und vor allem, dass jeder Anwesende das Gleiche zu posten schien -, dass keiner mehr kreativ ist, dass wir anscheinend nur auf Parties waren und uns selbst feierten. Ich las das halb amüsiert durch, denn wenn man sich auf Instagram den Hashtag #rStheCon mal durchguckt, sieht man wirklich unglaublich oft das gleiche Motiv. Es sieht aus, als wären wir nur am Poolparty feiern, am essen oder auf sonst einer Feier.

Kurzerhand meldete ich mich im Forum an, denn ich sah einerseits Potenzial, andererseits wollte ich ein bisschen aufklären, dass #rStheCon mehr war als nur eine einzige Party. Also mischte ich mich in die Diskussionen mit ein. Aber jetzt kommt der Geheimtipp: auf eine respektvolle Art und Weise. Mit Verständnis für die Ansichten des Gegenüber und mit Einfühlungsvermögen. Ich habe zugestimmt, dass es so aussieht, als wären wir da nur am Feiern gewesen, dass es eben aber einfach nicht instagramtauglich war, ein Foto aus einem der kleinen Workshops zu schicken, wo wir in Kleingruppen vor einer Powerpoint-Präsentation saßen und uns Notizen machen. Was man vergaß bei den ganzen schönen Fotos auf Instagram ist, dass tatsächlich eine Konferenz stattgefunden hat, die mir persönlich unglaublich viel Input gegeben hat. Das erwähnte ich den Mädels im Forum gegenüber und bot an, ihnen Fragen zu stellen, um ein bisschen Klarheit zu schaffen, was auf der Konferenz eigentlich los war. Recht schnell fand ein Austausch statt und die Mädels fanden auch zügig heraus, dass ich das "L'Occitane-Mädchen' bin, das vorher im Forum noch gebasht wurde.

Was dann passierte, fand ich ultracool. Das Mädchen, dass mein Foto im Forum gepostet hatte, schrieb mich direkt an und sagte, dass sie es unheimlich toll findet, dass mal ein Blogger, um den es im Forum mal mit mehr oder weniger bösen Zungen ging, ins Forum kommt und nicht alle als Hater beschimpft, sondern einen Dialog anfängt und Sachen hinterfragt. Kurz darauf outete sich dann die Gründerin des fashionbloggerfail Accounts und sagte eigentlich genau das gleiche.

Jetzt gibt es da kein eigenes Forum über mich, wie es bei einigen anderen Bloggern der Fall ist, aber ich habe mir trotzdem unglaublich viele Beiträge durchgelesen. Was Leser bei anderen Bloggern aufregt, könnte ja auch bei mir der Fall sein - und so lernte ich, die Kritik anderer Leute zu meinem Vorteil zu nutzen und kann so bestimmt Verhaltensweisen einfach von vornherein bei mir selbst stoppen und hinterfragen.

Lange Rede, kurzer Sinn: liebe Blogger und alle anderen da draußen, denen in ihrem Beruf Kritik entgegengebracht wird. Hört bitte auf, so negativ darüber zu denken. Kritik ist euer Freund, wenn ihr sie richtig annehmt (natürlich dürfen aber beschimpfende und assozial ausgedrückte Kommentare ignoriert oder gar gelöscht werden). Fühlt euch nicht getroffen und seid nicht genervt, wenn der zwanzigste Kommentar der Art kommt, sondern macht einen Schritt zurück und denkt nach, was dran sein könnte an der Kritik - vor allem, wenn sie von mehr als einer Person ausgesprochen wird. Irgendwas scheint ja offensichtlich dran zu sein, wenn mehrere Leute das Gleiche denken. Nur mit Kritik können wir uns alle weiterentwickeln, lernen und besser werden. Lobhudelei und der zwanzigste Kommentar à la 'Tolles Outfit!' sind schön und freuen uns, aber nur an Kritik und kritischem Denken können wir wachsen. Bitte - nehmt euch das zu Herzen. Und hört auf, alle Leute als Hater zu beschimpfen, die euch nur helfen wollen, indem sie respektvoll und vorsichtig ihre kritische Meinung an euch herantragen.

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