Wie soll das gehen?

POSTED BY: Leonie • 1 Kommentar

BWL ist wohl ein relativ überlaufener Studiengang, den jeder wählt, der keine Ahnung hat, was er sonst machen will.
"BWL kann nie verkehrt sein", so die Aussage einer Kommilitonin auf die Frage, wie sie zu ihrem Studienplatz kam.
Warum ich das Ganze dann auch noch als dualen Studiengang gewählt habe ist mir momentan ein Rätsel. Das bedeutet, dass ich mir das ganze Wissen in kürzerer Zeit aneignen muss, weil ich ja auch noch arbeiten gehen muss / darf. 
Das letzte Semester ist noch keine zwei Wochen alt, da hab ich schon das Gefühl, alles hinschmeißen zu müssen. Das Erschreckende an der Sache ist, dass ich anscheinend die Einzige bin, die das so sieht. Alle anderen lassen sich nicht oder zumindest nicht sehr offensichtlich stressen. Nur ich. Morgen eine Präsentation über die eventuelle Rückkehr des Goldstandards - zu dem Thema habe ich ehrlich gesagt nicht den Hauch einer Ahnung, auch wenn es auf einer 15-seitigen Seminararbeit den gegenteiligen Anschein macht. Meine große Hoffnung liegt in dem Mitgefühl meiner Mitstudenten - dass sie keine Fragen stellen, wenn man das obligatorische "Falls es keine weiteren Fragen gibt, bin ich am Ende meiner Präsentation angelangt" runtergeleiert hat (was die offizielle Formulierung ist, im "echten Leben" würde man sagen "Falls keiner mehr Fragen hat, war's das"). Also bitte einmal alle die Däumchen zerquetschen. 

Eigentlich muss man sich ja glücklich schätzen. Ich habe einen Arbeitsplatz, habe meinen Übernahme-Vertrag bereits unterschrieben und genieße das Privileg eines Studienplatzes, der auch noch bezahlt wird. Monatliches Gehalt für's Studieren. Dazu kommt ein Semester Auslandsstudium in den USA und eine Praxis-Phase in Kolumbien - kann schließlich nicht jeder von sich behaupten. Dabei fühlt man sich neben noch exotischeren Reisezielen der Kommilitonen wie Tansania und dem Kongo mit seinem "mainstream"-Kolumbien fast noch schlecht. Mal ganz zu schweigen von den Zielen, die so mancher nach dem Studium hat. Übernahme in der Außenstelle in Algerien, Arbeitsvertrag in Indonesien. Und das Löwenherz? Bleibt in Heidelberg. So ist's recht.

Mehr habe ich grade nicht auf dem Herzen - war ja schließlich nur ein verzweifelter Versuch, mich vor der Panikattacke vor der morgigen Präsentation zu retten. Mal ehrlich - wer kennt das nicht?

Leser


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